Geld "altern lassen"

Die Waren müssen in der Zeit verbraucht werden, da sie altern. Deshalb sind die Waren immer im Fluss, in Bewegung, im Umlauf. 

Wenn das Geld Warencharakter haben soll, muss es ebenfalls, wegen des Zeitfaktors, altern, d.h. an Wert verlieren in der Zeit. Das aber bedeutet, dass das Geld in Bewegung bleibt, im Umlauf bleibt, nicht gehortet wird. Auf diese Weise bleibt das Geld schneller im Umlauf und schafft somit mehr volkswirtschaftlichen Nutzen, mehr Werte in kürzerer Zeit.

Das "Experiment von Wörgl" 1932/33 in Österreich hat gezeigt,  dass das schnellere Geld viel mehr Werte (Straßen, Brücken, Häuser u.a.) schaffte und die Arbeitslosigkeit in Windeseile minimierte. Binnen eines Jahres wollten ca. 200 weitere Gemeinden in Österreich dem Beispiel von Wörgl folgen. Doch die zentrale Staatsgewalt verbot und unterband schlagartig das Experiment.

Heute haben wir in Deutschland den "Chiemgauer" als modernes Beispiel für alterndes Geld.

Wir brauchen es in ganz Deutschland.

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