Beispiel: Wära-Projekt

Das größte Beispiel eines erfolgreichen Experiments mit "alterndem Geld" war das WÄRA-Projekt. Der Wära wurde 1926 in Erfurt gegründet. Er war ein umlaufgesichertes Tauschmittel, das jeden Monat 1 % seines Wertes verlor. Diesen Verlust konnte man durch Aufkleben von entsprechenden Marken wieder ausgleichen. Weil aber das "Geld" kontrolliert an Wert verlor, war jeder Besitzer eines Wära bemüht, ihn schnellst möglichst wieder auszugeben, d.h. in Umlauf zu bringen. Damit war der Umlauf gesichert.

In größerem Stil wurde der Wära in Schwanenkirchen eingesetzt durch den Bergbauingenieur Hebecker. Er verschaffte damit in kürzester Zeit 60 Menschen einen Arbeitsplatz im darniederliegenden Braunkohlebergwerk.  Der Erfolg seines Projektes zog weite Kreise und belebte die ganze umliegende Wirtschaft. Viele Initiativen wollten dem Beispiel folgen.

Der deutschen Reichsbank wurde es schließlich zu gefährlich und verbot 1931 den Wära. Damit verloren die Arbeiter wieder ihre Arbeitsstelle und die Verarmung und Arbeitslosigkeit nahm seinen weiteren zerstörerischen Verlauf.

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